Wales hat 100% aller jemals ausgetragenen EchtenWMen gewonnen

Die Statistikkommission der Echten WM (Pfitschigogerl-Spielweise) wartete am Tag nach dem Finale in der Acadamy-Arena mit beeindruckenden Daten auf. Demnach hat Wales nun 100 Prozent aller jemals ausgetragenen Echten Weltmeisterschaften in der Pfitschigogerl-Spielweise gewonnen. Noch nie hat Wales in einem Finale ein Gegentor bekommen, aber im Durchschnitt jeweils zwei Tore geschossen.

Die Daten der Statistikkommission beeindruckten das Organisationskomitee. „Leider muss deswegen die Einrichtung der Ethikkommission verschoben werden, weil immer nur einen Kommission pro Jahr zulässig ist,“ bedauert man. Im Rahmen des Finales 2022 (Fußnote 1) war es im Stadion wiederholt zu Forderungen nach einer Ethikkommission gekommen, was mit Lapalien („Verschiedene Torgrößen“, „Bestechung mit Freibier“, „Diverses“, „mir fällt schon noch was ein“) begründet wurde.

Auch die spontane, dezentrale Selbstdeklaration von Kommissionen sei „nicht das Gelbe vom Ei“, meinten Anwesende. Die Spontane Ehrungskommission hatte zwar geschmackssicher den einzig denkbar richtigen Pokal gewählt (sogenannter „Schwan mit Krone, stilisiert“; Bild oben, allgemein bekannt unter „Elyrch Gwyn“), der Umgang mit dem Verpackungsmaterial während der Übergabe (sog. „Plastikschulterwurf“) lies aber Zweifel an der ökologischen Prinzipienfestigkeit der spontanen Kommission aufkommen. Nicht auszudenken, wenn es eine Ethikkommission geben würde!

Fußnote 1: (Wales v Portugal 2:0 , Tore: Collins, Van Zant)

PS: Natürlich (wg. Schweiz) endeten das Halbfinale (Schweiz v Wales) und das Spiel um den Dritten Platz (Schweiz v Polen) 0:0 nach Verlängerung. Im Elferschießen verlor die Schweiz beides (4:5 bzw 2:4) #Fußballgottesbeweis

PPS: Der Hinweis des Trainers der USA, die Spielweise der Schweiz sei „attraktiv wie ein verschimmeltes Käsefondue“, löste lebhafte Diskussionen aus, was der Trainer der USA „schon alles erlebt haben muss!“

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Organisationskomitee verärgert über Finaltag: Einritt leider frei

Am kommenden Samstag, 17. Dezember, werden ab 17.00 Uhr im Academy-Arena die Halbfinalspiele und die daraus resultierenden Spiele um den dritten Platz sowie den Echten Weltmeistertitel ausgetragen. Qualifiziert sind Polen, das gegen Außenseiter Portugal spielen darf, sowie die Schweiz und Wales. Wales ist bekanntlich nur mehr im Turnier, weil der Einspruch Argentiniens bei der Ethikkommission gescheitert ist (wegen Mangel an Ethikkommission).

Die größte Spannung gilt aber der sich autonom spontan selbst konstituierten „Autonomen Ehrungskommission“, die Wert darauf legt, unbeeinflusst planen zu dürfen, was es eigentlich bei der Echten WM zu gewinnen gibt. Bekanntlich hatte sich Südkorea nach seinem Ausscheiden gegen die Schweiz dazu ernannt. Man wolle damit zeigen, dass man „doch die Chancen nützen könne, die sich einem bieten“, so Südkorea. Beobachter:innen sind aufgrund der Erfahrungen während der Echten WM „skeptisch, dass das was wird“.

Der große mediale Druck dürfte vor allem Polen zu schaffen machen, da dadurch noch mehr Menschen große Erwartungen an Anna Maniszewska und Co. richten.

Die Finalpartien sind für das Publikum zugänglich, Tickets gibt es aber keine mehr, weil vergessen wurde, überhaupt welche zu drucken. Dein Eintritt ist deswegen dummerweise frei.

Das Stadionmanagement in der Academy-Arena will die Selbstvertändlichkeiten an dem Abend garantieren: Live-Aufnahme der Partien mit zwei Kameras, Projektion an Großbildleinwand, Toiletten, Live-Stream und Licht. Darüber hinaus sei sogar die Stromversorgung (!) und Heizung (!) der Arena gesichert, stellten beeindruckte Konsumentenschützer:innen im Umfeld der Echten WM fest.

Bekanntlich wird das Bier unter 5 Euro kosten, was laut Reglement Paragraph 15 durch den Schiedsrichter zu garantieren ist.

Geschichte geschrieben: Erste Parallelstrafverifizierung

Es war mit Spannung erwartet worden: das Treffen Kanadas auf Angstgegner Japan. Bekanntlich teilen die Teams seit Jahren ein Mannschaftslager. Wenig überraschend sah sich Kanada dann „nicht in der Lage anzutreten“. Da aber auch Japan nicht fit war, stand das Organisationskomitee vor der ersten Parallelstrafverifizierung in der (gefühlt) langen Geschichte der Echten WMen.

In konsequenter Auslegung der Regeln wurde wegen Nichtantreten gegen beide schließlich mit 3:0 strafverifiziert. Das bedeutet insgesamt 3:3 und eine Neuansetzung der Partie.

Das bekanntlich sehr umtriebige Kamerun hatte für den Zeitpunkt des Spiels gegen Portugal am 9.Dezember, – sich treu bleibend – auch eine Zoom-Konferenz angesetzt („Klima“). Nachdem die Schiedsrichterin erfolgreich durchgesetzt hatte „die beiden Aktivitäten nicht parallel zu betreiben“, kam es zum Achtelfinalspiel gegen Portugal. Klaus Fischer, der bekannte Ruhrpott-Portugiese, erzielte in der zweiten Hälfte drei Treffer für die Blau-Weißen von Emscher und Tejo.

Der eigentliche Höhepunkt des Abends waren Tore der USA im Trainingsspiel gegen Südkorea, solche Zufälle gelten als extrem selten. Der konsternierte US-Teammanager wollte daraufhin sofort „nach Hause zur Katze“, was bei den Zurückbleibenden für Verwirrung, aber auch einen erhöhten Anteil am Salzgebäck, sorgte.

Am 12. Dezember kam es zum Nachtragsspiel Kanada gegen Japan (Bild oben). Kanada war zwar überlegen, Japan kam aber über Weitschüsse immer wieder zu Chancen. Schließlich fiel das einzige Tor des Spiels erst in der zweiten Hälfte der Nachspielzeit. Japan nutzte die Pressekonferenz im Anschluss des Spiels noch, um in Komplimente verpackt die bauliche Situation des Lehener Stadions mit Erinnerungen an „Tirana“ in Verbindung zu bringen.

Die ebenfalls am 12. Dezember ausgetragene Viertelfinalpartie zwischen Kanada und Portugal entpuppte sich als das Spitzenspiel, das erwartet wurde. Am Ende bewiesen die Portugiesen die um einen Tick bessere Nerven und sicherten sich nach 20 Elfmetern den Halbfinaleinzug. Die Kanadier, die als sehr höfliches Volk gelten, entschuldigten sich im Anschluss bei Portugal für die „Mühen, die wir bereitet haben“ und spendierten ein Box Doughnuts ‚for free‘. (Wo? – Anm. der Redaktion)

Kanada-Pate Uwe Höfferer zog trotz dem Ausscheiden eine positive Bilanz: „Unterm Strich geht der Sieg für Portugal in Ordnung. Sie waren in den 120 Minuten die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Stolz bin ich auf meine Jungs, dass sie sich nach dem 0:1 in der Verlängerung zurückkämpften.“

Als tragische Figur im Penalty-Schießen erwies sich Kanadas Nummer 5, Cyle Larin. Der Stürmerstar versenkte den ersten Elfer, vergab Penalty Nummer 5 (das wäre der Matchball gewesen) und setzte den alles entscheidenden 10. Elfmeter an die Stange. Trockener Kommentar von Larin: „Es war wie verflucht. Mit jedem Elfer ist das Tor kleiner und kleiner geworden.“

Inzwischen gratulierte Kanadas Premier Trudeau dem Team und freute sich darüber, dass Erzrivale USA bei der Echten WM 2022 eindeutig abgehängt wurde.

Portugal verzichtete nach den langen Ausführungen des kanadischen Lagers auf eine Stellungnahme, weil „die Leute können doch nicht so lange Berichte lesen, die sollen doch arbeiten“, man solle doch mal auf die Uhr schauen.

Argentinien gegen Wales raus – Elfer nicht ernst genug genommen

Damit hatte niemand gerechnet: Argentinien ist heute, Donnerstag, 8. Dezember 2022, im Viertelfinale der Echten WM ausgeschieden. Gegen Wales verlor man ausgerechnet im Elferschießen. Dabei hatten sich die Südamerikaner „den ganzen Nachmittag“ in ihrem Pfitschigogerl-Leistungszentrum mit dem irreführenden Decknamen „Büro“ genau darauf vorbereitet. Man plante während des Spiels zu blocken und dann im Elfer-Schießen zu gewinnen, so die Kernpunkt der nach dem Trainingskomplex benannten „Büro-Technik“.

Diese führte vorerst gegen Frankreich zum Erfolg, was zu spürbarem Unwohlsein der vielen angereisten Frankreich-Anhänger:innen führte. Die Proteste gegen die „Büro-Technik“ wurden aber abgewiesen. „Büro-Technik ist kein Verbrechen,“ hielt das Komitee der Echten WM fest.

Bild: Viele sagen, Argentinien nahm die Positionierung des eigenen Torhüters nicht ernst genug.

Weniger betroffen zeigte sich Katar nach der Vorrundenniederlage. Angesichts der überfallsartig eintretenden Hoffnungslosigkeit in der Viertelfinalspartie gegen Wales konnte man sich schnell mit dem Ausscheiden abfinden. Die Statistikabteilung der Echten WM zählte 11 Torchancen der Waliser, ehe man das Zählen aufgab („zu anstrengend“), bei Toren hielt man durch (4), das einzige Tor Katars wurde aberkannt – mit den genuschelten Worten „übersichtlicher ohne“, „eh wurscht“ und „Reglement“.

Die längst erwartete Professionalisierung der Echten WM erlebte zwei Meilensteine. Zum ersten wurde eine umfangreiche Plakatkampagne (eines) umgesetzt, bei der man auf den sog. „Handschrift-Style“ setzt. Ziel ist es, Nahbarkeit vorzutäuschen.

In der Arena wurde außerdem erstmals ein Stadionsprecher eingesetzt, der zufällig Anwesende gegen deren Wille auf dem Laufenden hielt („Noch sieben Sekunden.“) und den Beteiligten zu neuen Einsichten verhalf: „Ah! Blocken an der Eckfahne ist dieses Tiki-Taka, von dem alle reden“, so ein Besucher zur nebenstehenden Person.

Leider scheint auch die Echte WM einen Chat-Skandal mit sich zu bringen. Argentinische Rechtsanwälte versuchten der Ethikkommission der Echten WM Chatprotokolle und Fotos vorzulegen, wonach es umfangreiche Sachspenden brasilianischer Pressure-Groups an das Walisische Team gegeben haben soll. Glück für Wales, dass es gar keine Ethikkommission bei der Echten WM gibt.

In Elfer-Krimis durchgezittert: Polen schafft es ins Halbfinale  

Iran gegen Niederlande und Dänemark gegen Polen lauteten die Paarungen im dritten und im vierten Achtelfinale der Echten WM (Pfitschigogerl Spielweise), die gestern Mittwoch, 7. Dezember, ausgetragen wurden. Direkt im Anschluss fand das Viertelfinale statt. Gleich wie am grünen Rasen gilt auch in der Pfitschigogerl-Arena:  Wer es in die KO-Runde eines Turniers schafft, mit dem (der) ist zu rechnen. Als Favoriten galten dennoch Dänemark und Iran, die souverän mit jeweils drei Siegen und damit neun Punkten die Gruppenphase absolviert hatten.

Im ersten Match des Abends zeigten sich die Niederlande wie auch Iran von Beginn an spielerisch gehemmt, offenbar saß das drohende KO-Aus im Hinterkopf. Mit Tendenz zum Klein-Klein und ausgeprägter Scheu vor dem Abschluss manövrierten sich beide Teams torlos in die Verlängerung und schließlich ins  Elfmeterschießen. So „arm an Höhepunkten“ (Urteil des Publikums) das Spiel war, so hin-zitternd verlief auch die Entscheidung: Die Niederlande vergaben vier von fünf Versuchen vom  Elfmeter-Punkt. Auch Iran zeigte Nerven, machte jedoch im allerletzten Moment den Sack zu und sicherte sich den Platz ihm Viertelfinale. 1:2 n.E.
Vaarwel, Nederland, en hopelijk tot ziens!

Mit Spannung wurde die Partie Dänemark gegen Polen erwartet, das zur allgemeinen Überraschung erstmals mit einem Holz-Kamm als Spielmittel auflief. Dänemark ging offensiv ins Spiel und dominierte praktisch die gesamte erste Halbzeit. Nr. 4 Gustavo erzielte nach einem herrlichen Spielzug den Führungstreffer (2:25). Polen, nun deutlich unter Druck, musste in der zweiten Halbzeit mehr zeigen. Anna Maniszewska (Nr. 2) glückte aus der Distanz der Ausgleich, mit dem 1:1 ging es dann auch in die Verlängerung.

Dramatisch die Schlusssekunden: Nach einem unmotivierten Ausflug seines Tormanns ins „Nirgendwo“ bewahrte Dänemarks Teamchef die Nerven, dirigierte seine Verteidigung mit ruhiger Hand und stellte Polen gekonnt alle Abschlussmöglichkeiten zu. Auch im zweiten Achtelfinale des Abends musste ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Dänemark versømmelte gleich den ersten Elfer, und das war genau ein Fehler zu viel. Polen vollendete zweimal erst im Nachschuss, brachte aber alle fünf Versuche im Tor unter und besiegte Dänemark denkbar knapp mit einem 4:5 n.E.

Im Viertelfinale brauchten Iran und Polen eine deutliche Leistungssteigerung. Nur das iranische Team konnte diese tatsächlich aufs Spielfeld bringen, prüfte Polens Schlussmann schon in der zehnten Spielsekunde mit einem Kracher aus der eigenen Hälfte, erhöhte weiter den Druck, bei Schüssen an die Außenstange fehlten nur Millimeter, andere Möglichkeiten machte Polens Schlussfrau Maniszewska zunichte. Torlos ging es in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Dieses entwickelte sich zum Krimi, nach den ersten fünf Versuchen stand es 3:3. Die Entscheidung fiel erst im 8. Duell, Iran verschoss, Polen zitterte seinen rein und löste das Ticket ins Semifinale.

Polens Teamchef zeigte sich trotz des Aufstiegs unzufrieden mit der Leistung seines Teams. „Das war mehr durchgezittert als souverän“, hieß es. Mit Blick auf das Halbfinale suchte man Trost und Hoffnung in der Nationalhymne: „Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben.“

In Elfer-Krimis durchgezittert: Polen schafft es ins Halbfinale  

Iran gegen Niederlande und Dänemark gegen Polen lauteten die Paarungen im dritten und im vierten Achtelfinale der Echten WM (Pfitschigogerl Spielweise), die gestern Mittwoch, 7. Dezember, ausgetragen wurden. Direkt im Anschluss fand das Viertelfinale statt. Gleich wie am grünen Rasen gilt auch in der Pfitschigogerl-Arena:  Wer es in die KO-Runde eines Turniers schafft, mit dem (der) ist zu rechnen. Als Favoriten galten dennoch Dänemark und Iran, die souverän mit jeweils drei Siegen und damit neun Punkten die Gruppenphase absolviert hatten.

Im ersten Match des Abends zeigten sich die Niederlande wie auch Iran von Beginn an spielerisch gehemmt, offenbar saß das drohende KO-Aus im Hinterkopf. Mit Tendenz zum Klein-Klein und ausgeprägter Scheu vor dem Abschluss manövrierten sich beide Teams torlos in die Verlängerung und schließlich ins  Elfmeterschießen. So „arm an Höhepunkten“ (Urteil des Publikums) das Spiel war, so hin-zitternd verlief auch die Entscheidung: Die Niederlande vergaben vier von fünf Versuchen vom  Elfmeter-Punkt. Auch Iran zeigte Nerven, machte jedoch im allerletzten Moment den Sack zu und sicherte sich den Platz ihm Viertelfinale. 1:2 n.E.
Vaarwel, Nederland, en hopelijk tot ziens!

Mit Spannung wurde die Partie Dänemark gegen Polen erwartet, das zur allgemeinen Überraschung erstmals mit einem Holz-Kamm als Spielmittel auflief. Dänemark ging offensiv ins Spiel und dominierte praktisch die gesamte erste Halbzeit. Nr. 4 Gustavo erzielte nach einem herrlichen Spielzug den Führungstreffer (2:25). Polen, nun deutlich unter Druck, musste in der zweiten Halbzeit mehr zeigen. Anna Maniszewska (Nr. 2) glückte aus der Distanz der Ausgleich, mit dem 1:1 ging es dann auch in die Verlängerung.

Dramatisch die Schlusssekunden: Nach einem unmotivierten Ausflug seines Tormanns ins „Nirgendwo“ bewahrte Dänemarks Teamchef die Nerven, dirigierte seine Verteidigung mit ruhiger Hand und stellte Polen gekonnt alle Abschlussmöglichkeiten zu. Auch im zweiten Achtelfinale des Abends musste ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Dänemark versømmelte gleich den ersten Elfer, und das war genau ein Fehler zu viel. Polen vollendete zweimal erst im Nachschuss, brachte aber alle fünf Versuche im Tor unter und besiegte Dänemark denkbar knapp mit einem 4:5 n.E.

Im Viertelfinale brauchten Iran und Polen eine deutliche Leistungssteigerung. Nur das iranische Team konnte diese tatsächlich aufs Spielfeld bringen, prüfte Polens Schlussmann schon in der zehnten Spielsekunde mit einem Kracher aus der eigenen Hälfte, erhöhte weiter den Druck, bei Schüssen an die Außenstange fehlten nur Millimeter, andere Möglichkeiten machte Polens Schlussfrau Maniszewska zunichte. Torlos ging es in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Dieses entwickelte sich zum Krimi, nach den ersten fünf Versuchen stand es 3:3. Die Entscheidung fiel erst im 8. Duell, Iran verschoss, Polen zitterte seinen rein und löste das Ticket ins Semifinale.

Polens Teamchef zeigte sich trotz des Aufstiegs unzufrieden mit der Leistung seines Teams. „Das war mehr durchgezittert als souverän“, hieß es. Mit Blick auf das Halbfinale suchte man Trost und Hoffnung in der Nationalhymne: „Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben.“

Schweizer einen Schattenwurf vom Finale entfernt

Die Schweiz hat sich gestern, Dienstag, 6. Dezember, als erste Mannschaft für das Echte Halbfinale 2022 (Pfitschigogerl-Spielweise) qualifiziert. Nach einem Sieg über Südkorea im Elfmeterschießen bezwang man auch Spanien dank eines Strafstoßes in der ersten Halbzeit. Haris Seferovic verwertete im Duell der Idole seinen Elfmeter gegen den Südkoreanischen Torhüter Kim (echter Name, wieder kein Wortspiel). In der Kritik stand der Referee, dessen Applaus bei gelungenen Spielzügen von den anwesenden professionellen Schiedsrichterbeobachtern als „unorthodoxe Auslegung seiner Aufgabe“ beschrieben wurde. Marokko trat zu seiner Achtelfinalpartie nicht an, der Teamarzt unterband mit mehrfachen Interventionen verzweifelte Versuche der Spieler:innen Marokkos, in die Alpenarena zu kommen.

Im Taktik-Feed ist die Spielweise der erfolgreichen Schweizer gut zu erkennen. Man postiert alle Spieler in der eigenen Hälfte und wartet „auf irgendwas mit Elfmeter“, wie auch das Schweizer Management zugab. Ansonsten schicke man weniger Spieler in die gegnerische Hälfte als Auskünfte an deutsche Steuerbehörden, so ein Kritiker. In der Pressekonferenz nach den Spielen betonten die Schweizer, dass „Fragen des Schattenwurfes“ von den Gegner:innen unterschätzt wurden. Leider hörte niemand den langweiligen Ausführungen zu, weil es Besseres zu tun gab. (sog. „Bier“)

Mit Abscheu reagierte das Organisationskomitee der Echten WM 2022 (Pfitschigogerl-Spielweise) auf die seit gestern kursierenden Plagiate des Ausscheiden Spaniens. Zwar sei „mit FREIEM AUGE erkennbar, dass das Echte Ausscheiden Spaniens in der Alpenarena stattfand, wir wiederholen: FREIEM AUGE“ (Originalzitat aus dem Schreiben des Komitees), trotzdem komme es immer wieder zu Verwechslungen. Eine Internationale Organisation zahlte Fußball-Darsteller um ein Falsches Ausscheiden Spaniens zeitgleich zu simulieren. „Das Echte Ausscheiden sei natürlich am gelben Pullover des Spanischen Teammanagements (Bild links) zu erkennen, „was wohl jede:r wisse“, so das Komitee.

Gruppe D: Effiziente Dänen machen Schluss mit hygge

Gewohnt entspannte Atmosphäre in der MAD-Arena am letzten Spieltag der Gruppenphase der Echten WM: Jede/r weiß, wie man zum Bier kommt, und es darf gern auch in Münzwurfweite rund ums Spielfeld konsumiert werden. Frankreich (Bild), Australien und Dänemark matchten sich die letzten beiden Plätze in den Achtelfinali der Echten WM (Pfitschigogerl-Spielweise) aus. Tunesien musste krankheitsbedingt passen, die Spiele wurden jeweils 0:3 strafverifiziert.

Weiterlesen „Gruppe D: Effiziente Dänen machen Schluss mit hygge“

Gruppe B: Wales kamm an seine Grenzen

Nur Wales setzt bei der Echten WM bislang auf den Kamm als Kernelement der Taktik. Gestern stand diese Spielanlage in der Keller-Arena erstmals auf dem Prüfstand. Die Kartenkicker der USA – sichtlich emotional aus der Bahn geworfen durch Kritik an ihrem Kleidungs“stil“ – waren keine Herausforderung für „den Barber von Llanfairpwllgwyngyll“, wie die Fans den Trainer der Waliser liebevoll nennen. Der Iran hingegen reagiert auf das Kammgewirbel mit ruhiger Doppelhandkartenführung und konnte durch einen Sieg Wales an den Rande des Ausscheidens bringen. Nach der Niederlage in diesem Showdown der taktischen Systeme war es England, das im entscheidenden Spiel für den „Walexit“, wie es die britische Boulevard-Presse nannte, hätte sorgen können. In einer packenden Partie musste Wales einen Rückstand zu einem 2:1 drehen.

Der souveräne Gruppensieg des Iran sorgt sicher beim haushohen Turnierfavoriten Kanada für Unruhe. Spannend war schließlich das Keller-Kellerderby der Nachzügler England und den USA, das diesmal (vgl. 1783) keinen Sieger hatte.

Die vom Stadionmanagement extra für die Echte WM errichtete Stehplatz-Tribüne (Bild) war gestern nur mäßig gefüllt. Es wird überlegt, sie abzureißen.